"FAIRing" - Handwerksregion im Steirischen Vulkanland

Projektbeschreibung

Projektkurzbeschreibung


Projektname: FAIRing - Handwerksregion im Steirischen Vulkanland
Region Südoststeiermark: Steirisches Vulkanland
Förderungswerber: Stadtgemeinde Fehring, Grazerstraße 1, 8350 Fehring, Tel.Nr. 03155/2303, E-Mail: gde@fehring.gv.at, Internet: www.fehring.at

Ausgangssituation und Projektziele:
Im Bereich Regionalwirtschaft ist die Marke Steirisches Vulkanland eng mit dem Stärkefeld Handwerk verbunden. Die Initiative wird dahingehend die Regionsmarke und die regionale Positionierung stärken und weiter ausbauen. Das Projekt trägt zum Festigen des positiven Markenbildes „Steirisches Vulkanland“ sowohl in als auch außerhalb der Region bei.
Das Projekt trägt dazu bei, dass die Zugehörigkeit zur Region (Identitätsplus), eine höhere Dichte an positiver Kommunikation über das regionale Handwerk, das Thema Handwerk allgemein und die Verortung durch Positionierung und Standortimage gestärkt werden.

Projektzusammenfassung (Geplante Maßnahmen, Aktivitäten, Outputs, …)
• Netzwerke Handwerksregion: Netzwerkmanagement, Arbeitsgruppen zu aktuellen Themen (Prozessbegleitung, Organisation und Vorbereitung von Treffen, Durchführung von Aktionen, Koordination der Inspiration und Information an Zielgruppen, Umsetzung von Arbeitsgruppen zu aktuellen Themen)
• Weiterbildung und Innovation: mind. 2 Vorträge, 2 Schulungen und 2 Innovationsgruppen (Organisation und Durchführung von Weiterbildung in Form von Workshops, Schulungen und Vorträgen; Innovationsanregung durch inspirierende Persönlichkeiten)
• Nachwuchs und Fachkräfte: Aktionen in Bildungseinrichtungen (Prozessbegleitung, Koordination und begleitende Organisation der Outputs)
• Medienarbeit und Positionierung: 5 Pressekonferenzen, 1 Social Media, 10 Beiträge in Regionalmedien, 2 Plakate, 2 Beiträge in Gemeindezeitungen (Begleitung der Arbeit zu Imagebildung, -pflege und -stärkung über Pressearbeit)
• Bewerbung von besonderen Initiativen und Produkten:  Website, Folder oder Printprodukt (Bewerbung von Best Practice Beispielen bzw. Referenzprojekten der Pioniere aus der Handwerksregion, die das Wording, die Visionsbilder und Innovationsfelder sichtbar machen)
• Standortentwicklung: Standortentwicklung mit  Regionalexperte(-en) (Projektmanagement und Prozessbegleitung durch Regionalexperte(n), inklusive Institutionenkooperation und Dokumentation)


Das zweite Magazin macht das Standortprodukt zum Thema!

Rückschau: Die Stadt Fehring hat sich im Zuge der Gemeindestrukturreform als „Handwerksgemeinde“ positioniert. Nicht von ungefähr, wie Bürgermeister Mag. Johann Winkelmaier damals feststellte: „Passiert die wirtschaftliche Hauptwertschöpfung doch im Handwerk.“ Im Zuge der Strukturreform fusionierten Pertlstein, Hatzendorf, Johnsdorf-Brunn, Hohenbrugg-Weinberg und die Stadt Fehring zur kraftvollen Großgemeinde. Doch die Gemeindefusion war nicht Endpunkt, sondern neuer Startpunkt einer zukunftsweisenden Gemeindekooperation. Das macht die Region FAIRing in der Steiermark einzigartig. Der handwerkliche Fokus wurde auf den Lebensraum Fehring, Kapfenstein und Unterlamm ausgeweitet. Die Intention der Bürgermeister zum damaligen Start: „Das Vulkanland ist eine bedeutende Handwerksregion und wir wollen ein Leuchtturm in dieser Region sein.“

Gegenwart: Nach der intensiven Bearbeitung des Handwerks über alle Bevölkerungs- und Berufsgruppen hinweg und in den Schulen wurde nun in einem zweiten Schritt das Standortprodukt der Region FAIRing mit Fehring, Kapfenstein und Unterlamm erarbeitet. Das aktuelle Magazin ist ein weiterer Meilenstein der Bündelung von Kraft und Wissen, um dem Handwerk nicht nur Tiefe, sondern in der Bevölkerung auch Breite zu verleihen. Mit 6.000 Exemplaren ist das aktuelle Magazin mit dem Titel „StandOrt“ die wohl auflagenstärkste Darstellung einer erfolgreichen regionalen Bewegung zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Handwerks der vergangenen Jahre. Das Magazin kommt dieser Tage in alle Haushalte der Region „FAIRing“, wird darüber hinaus an wesentliche Meinungsbildner der Region verteilt und liegt in den Gemeinden und Betrieben der Region auf. Es vermittelt eindrucksvoll die Kompetenz und Qualität des Wirtschafts- und Lebensraums FAIRing.

Netzwerkbildung, Weiterbildung und die Inspiration der Schüler für das Handwerk waren und sind zentrale Herausforderung des Projektes. Kapfensteins Bürgermeister Ferdinand Gross begrüßt das nicht nur politisch, sondern auch aus seiner Sicht als gelernter Handwerker: „Wir steuern auf einen enormen Facharbeitermangel zu. Deshalb müssen wir zeigen, wie chancenreich das Erlernen eines Handwerks ist.“ Für Unterlamms Bürgermeister Robert Hammer ist die Netzwerkbildung ein zentraler Erfolgsfaktor. Dass die Gemeinden dem Handwerk maximale Aufmerksamkeit schenken, begrüßt Hammer genauso wie die angestrebte Inspirationsarbeit in den Schulen.

Regionsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Franz Fartek sieht die Verantwortung der Region rund um Fehring. „Wir heben gemeinsam das Handwerk auf eine neue Ebene und geben ihm nun mit dem Standortprodukt ein kraftvolles Fundament.“ Fartek: „In FAIRing zählen wir fast 50 unterschiedliche Lehrberufe.“ Das Handwerk hat für Ihn rund um und in Fehring goldenen Boden.
 

Text Roman Schmidt/Markenagentur

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Guter Humus fürs Handwerk

Fehring, Kapfenstein und Unterlamm definieren ihr Standortprodukt!

Der Begriff „FAIRing“ meint den die drei Gemeinden Fehring, Kapfenstein und Unterlamm umfassenden Wirtschafts- und Lebensraum. Geht es nach Regionalwissenschaftler Christian Krotscheck, ist dieser Raum ein Nährboden fürs Handwerk und ein Entfaltungsraum für Mensch und Natur. Flächenvorrat für Gewerbe und Industrie, top Preisgefüge und mit der Grünen Lagune ein Impulszentrum mit exzellenter Verkehrsanbindung, das sieht Krotscheck als wesentliche Erfolgsfaktoren für die handwerkliche Ausrichtung der „Kleinregion“ im Steirischen Vulkanland. Auch als landwirtschaftliche Ressourcenquelle stehe der drei Gemeinden umfassende Raum im Vergleich außergewöhnlich gut da. Die Zahlen sprechen für „FAIRings“ Potenzial. „Plus 700 Jobs in den vergangenen 10 Jahren macht diesem Wirtschaftsraum nicht so schnell einer nach“, so Krotscheck. „Das sind 16 Prozent Steigerung“, legt er nach. 4.320 Arbeitsplätze gibt es in den drei Gemeinden. 30 Prozent davon in Handwerk und Produktion. Damit könne man mit Recht behaupten: „FAIRing hat im Steirischen Vulkanland die Kompetenz fürs Handwerk.“ Und: Er ortet einen enorme Produktionssouveränität, die den Standort krisensicher mache. Krotscheck hat im Rahmen eines Regionalentwicklungsprojekts das Standortprodukt, also die besonderen Merkmale bzw. die einzigartigen Verkaufsargumente des Raumes, definiert. Drei wesentliche Elemente würden das Standortprodukt FAIRing ausmachen: Mensch, Raum und Gemeinschaft! Der Faktor Mensch brilliere mit Flexibilität, Innovationskraft und der Nähe zu weiteren Facharbeitermärkten. Die „legendäre Vereins-, Kultur- und Kulinarikszene“ mache die kulturell-gemeinschaftliche Qualität der Region aus. Und schließlich sei der Natur- und Lebensraum guter Humus für die Potenzialentfaltung in Sachen Innovation und Ressourcenvielfalt.

Fehrings Bürgermeister Johann Winkelmaier ortet einen steigenden Stolz in der Bevölkerung. Die Erarbeitung des Standortproduktes sei daher der logische nächste Schritt, um den Wert des Lebens- und Wirtschaftsraumes sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Unterlamms Bürgermeister Robert Hammer erkennt die befruchtende interkommunale Zusammenarbeit als wesentlichen Mehrwert. LAbg. VzBgm. Franz Fartek ortet bereits erste Erfolge: „Die Nachfrage nach Standorten nimmt zu. Die Leistbarkeit, aber auch Verfügbarkeit von Flächen und starke Leitbetriebe sorgen für Aufwind.“


Wimmelbild

Die Handwerksregion FAIRing mit Fehring, Kapfenstein und Unterlamm setzt mit einer besonderen Idee ein Zeichen. Die Region hat ein Wimmelbild mit den Gewerken und Lehrbetrieben der Region gefertigt.


Wimmelbild? Was soll das sein?
Meist sind auf einem Wimmelbild viele Leute gemalt, die etwas machen. Es wimmelt also von Menschen. Wimmelbilder haben meistens ein bestimmtes Thema. Die Handwerksregion FAIRing hat einen neuartigen Ansatz gewählt, um im elementarpädagogischen Bereich der Kindergärten und Volksschulen anzusetzen. Durch die Sichtbarmachung der Institutionen und Betriebe in der Handwerksregion wird auf die direkte Lebensumgebung der Kinder eingegangen.

Warum die Region auf diese Art der Kommunikation setzt, verdeutlicht LAbg. und Vizebürgermeister Franz Fartek: „Bewusstsein für die liebens- und lebenswerte Region und die gebotene Vielfalt müssen wir dort schaffen, wo unsere Zukunft liegt, bei den Kindern und Jugendlichen.“ Das Wimmelbild wird mit spielerischen Aufgabenstellungen für die Kindergarten- und Schulkinder in allen Kindergärten und Schulen FAIRings aufliegen. Neben der bunten Variante gibt es auch eine zum Ausmalen.

Das Bild zeigt aber auch eines, so Dietmar Fuchs von der mit diesem Projekt betrauten Qualifizierungsagentur: „Die drei Gemeinden sind sich im Wimmelbild näher als in der geografischen Wirklichkeit. Das Bild ist damit für die Bürger auch Auftrag, sich noch stärker als gemeinsamer Wirtschafts-, Bildungs- und Lebensraum ohne Distanz zu sehen.“

Und auch Aloisia Janisch vom Kindergarten Hatzendorf zeigt sich begeistert: „Eine tolle Unterlage, um den Kleinen ihren eigenen Lebensraum näher zu bringen.“

Die Bürgermeister der drei Gemeinden sind erfreut. Robert Hammer aus Unterlamm: „Das Bild fesselt den Betrachter und zeigt die enorme Vielfalt der drei Gemeinden.“ Kapfensteins Bürgermeister Ferdinand Gross begrüßt die Initiative ebenso: „Wer bei den Kindern beginnt, die Schönheit der Region aufzuzeigen, macht den Lebensraum zukunftsfähig.“ Und Bürgermeister Johann Winkelmaier aus Fehring weiß: „Dieses Bild ist nicht nur für die Kinder und Jugendlichen spannend. Es wird auch so manchem Erwachsenen die Augen für die handwerkliche Vielfalt der Region öffnen.“

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Fairing feierte das Brothandwerk!

„Brot war bei unseren Vorfahren so kostbar, dass es im Brotkasten versperrt aufbewahrt wurde, damit es für alle Personen im Haushalt reichte“, schilderte der Volkskundler Johann Schleich der Moderatorin des Abends, Karola Sakotnik, auf die Frage nach der Bedeutung des Brotes in der Region. Spürt man dem Werden des Brotes von der Aussaat, die Kulturpflege, die Ernte bis hin zur Mühle und schließlich in die Backstube nach, relativiert sich die in Familien oft gehörte Aussage, wenn man ein Stück Brot kredenzt: „Was, nur a Brot“. Brot steht für ein in der Entwicklung der Menschheit gewonnenes Verständnis für die Verarbeitung von Getreide und es steht letztlich auch für die Sesshaftwerdung und die Entwicklung einer bäuerlichen Kultur.

So spielte das Brothandwerk im Rahmen der 175-Jahr-Feierlichkeiten in der Berghofer-Mühle einen Abend lang die Hauptrolle. Gesucht wurde über den Sommer das beste Brotrezept. Insgesamt 16 Brotsorten wurden von einer hochkarätigen Jury im Innenhof der Mühle verkostet. Nach eineinhalbstündiger Verkostung wurden die von den Bürgermeistern Robert Hammer, Ferdinand Groß und Johann Winkelmaier, Chocolatier Josef Zotter und Bezirkshauptmann Alexander Majcan vergebenen Punkte ausgewertet. Das Ergebnis war eindeutig. Das Dinkel-Roggenvollkorn-Brot von Elfriede Lorber wurde zum Siegerbrot gekürt. „Es erinnert an das Brot unserer Vorfahren“, begründete Bürgermeister Winkelmaier seine hohe Punktevergabe.

Dieselbe Punkteanzahl für das zweitbeste Brot erhielten die Landwirtschaftliche Fachschule Schloss Stein, Johannes Dirnbauer aus Fehring, Jürgen Gumhold aus Jennersdorf und Gabi Zenz aus Bad Radkersburg.

Im Rahmen der Brotprämierung und Huldigung des Fairinger Brothandwerkes wurde eine Broschüre präsentiert, in dem nicht nur alle eingereichten Rezepte zu finden sind, sondern auch die Geschichte der Müller-Familie Berghofer und viele wertvolle Impulse rund um den Getreideanbau, das Mühlenhandwerk und die Brotbackkunst. Übrigens die „Agape“ zur Veranstaltung lieferte ein weiterer Traditionsbetrieb der Region: Die Bäckerei Winkler, sie feierte kürzlich ihr 120-Jahr-Jubiläum, sorgte für köstliches Gebäck.

Hier geht's zum Vulkan-TV Beitrag!


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1. Handwerk-Magazin

Die Handwerksregion FAIRing ist eine Region der Talente, in der Menschen durch ihr beständiges Tun zu Meistern aufgestiegen sind. Wertschätzung, Bewusstsein und Kooperationspotenziale wurden in der guten Zusammenarbeit des vergangenen Jahres mit den Gemeinden Kapfenstein und Unterlamm aufgezeigt. Wir wollen uns aber auf den Lorbeeren nicht ausruhen und so haben sich alle drei Gemeinden dazu entschlossen, an dem Handwerksprojekt FAIRing weiterzuarbeiten und in unserer Region weiterhin wertvolle
Impulse zu setzen.

Wir, die Handwerksregion FAIRing, wünschen viel Spaß beim Lesen des 1. Handwerk-Magazins!


Heiteres Berufe-Raten in der Region „Fairing“

Das Handwerk liegt den Gemeinden Fehring, Kapfenstein und Unterlamm am Herzen. Und weil die Bewusstseinsbildung für die Inwertsetzung eines Handwerksberufes entscheidend ist, haben Dietmar Fuchs und sein Team der Qualifizierungsagentur mit Sitz in Pertlstein spielerisches Unterrichtsmaterial für Schulen entwickelt. Direktorin von der Volksschule Fehring Sylvia Neumann ist begeistert, zumal die Kinder oft gar nicht wissen würden, welchem Beruf ihre Eltern nachgehen. Berufskunde könne nicht früh genug starten, ist sie überzeugt. Auch Claudia Lang von der Volksschule Unterlamm freut sich über das neue Unterrichtsmaterial. Berufsbilder in den Schulen zu besprechen, tue angesichts der vielen Lehrberufsmöglichkeiten auch den dadurch indirekt mitgebildeten Eltern gut, ist Gemeinderat Thomas Heuberger, er ist auch Regionalstellenleiter der Wirtschaftskammer, überzeugt. „In den drei Gemeinden gibt es fast 40 Lehrberufe und 34 Lehrbetriebe“, verdeutlichte Vizebürgermeister LAbg. Franz Fartek das regionale Potenzial. Bürgermeister Johann Winkelmaier ist davon überzeugt, dass Lern- und Lesespiel die Kinder begeistern werden. Im Vorfeld hat Dietmar Fuchs die fünf Schulen der drei Gemeinden, die sich gemeinsam als die Handwerksregion „Fairing“ sehen, in die Entwicklung einbezogen. Das Ergebnis sind ein Rätselheft und ein Lesespiel.



Impulsvortrag: "How to start up"

Ali Mahlodji inspirierte in Brunn Unternehmer und Interessierte und zeigte die zentralen Herausforderungen der Zukunft auf.


Ali Mahlodji ist ein außergewöhnlicher Mensch. In Teheran geboren, flüchteten seine Eltern mit ihm im Alter von drei Jahren nach Österreich, wo er in Traiskirchen aufwuchs. In der Schule stottert er, erhält schlechte Noten, und bricht sie schließlich ab. Er arbeitet bei Fast-Food-Ketten und absolviert nebenbei die Abendschule. Er studiert Informatik und wird Manager in der IT-Branche. Nach dem Tod seines Vaters schlittert er in ein Burnout, hat Depressionen und fragt sich schließlich, was er denn im Leben wirklich will. Er wird Lehrer, gründet die Internet-Plattform "whatchado" und wird zum Europäischen Jugendbotschafter ernannt.
Der Zukunfts- und Trendforscher sprach in Fehring über Themen, die auch die Handwerksregion Steirisches Vulkanland betreffen: Innovation, Authentizität, die Führung einer neuen Generation, Gesellschaft, Bildung und den Wandel in der Arbeitswelt, immer mit dem Schwerpunkt auf die Menschen und ihr Potential. Er plädierte dafür, den Wandel als Chance für Kreative in den Unternehmen zu sehen.

"Es braucht einen völlig neuen Umgang mit Mitarbeitern und Lehrlingen. Vielfalt ist die Zukunft unserer Unternehmen." Ali Mahlodji

Mahlodji referierte auch vor Fehringer Schülern und hob ihnen laut eigener Aussage "die Flügel". Er plädierte für das Wiedererlernen von Geduld, da diese durch die Schnelllebigkeit und die ständige Verfügbarkeit von Waren aller Art verlorengegangen sei.

Quelle: Woche

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Wir bauen ein Haus

Rund um Fehring wurde in den  Ferien ein richtiges Haus gebaut.

Mit einer in dieser Form einzigartigen Aktion ließ die Region „Fairing“ im Rahmen des Kinderferienspasses im Steirischen Vulkanland aufhorchen. Namhafte Handwerksbetriebe der Gemeinden Unterlamm, Fehring und Kapfenstein bauten in sieben Stufen ein mobiles Haus, dass beinahe alle Stückerl spielt.

Der Unterbau wurde vom Fehringer Bauhof mit Josef Stössl und seinem Team für die weiteren Gewerke hergerichtet. Die Firma Braunstein baute schließlich den Holzriegel. Es folgten Lutterschmied und Spiel, danach ging es für die Installationsarbeiten zu Prassl und e-Lugitsch, im Anschluss sorgt Prolehm für den ökologischen Aufputz. Raumausstattung Pfeiler und die Tischlerei Groß sorgen schließlich für das attraktive Innenleben.

Am Ende der Handwerkstournee waren Kinder und Eltern eingeladen, in Unterlamm ein Abschlussfest zu feiern. Ein Teil der Kulinarik wurde bereits in der Küche des fertigen Hauses zubereitet. Dem Vizebürgermeister und Abgeordneten Franz Fartek war es ein Anliegen, das Handwerk in den Köpfen der Kinder zu verankern: „Der Hausbau in den drei Gemeinden Kapfenstein, Fehring und Unterlamm soll den Kindern zeigen, wie schön es ist, selbst Hand anzulegen und am Ende des Tages ein fertiges Werkstück vor sich zu haben.“ Für Baumeister Ernst Lutterschmied ist diese Aktion aber auch für den Wirtschaftsstandort wertvoll: „Diese Ferienaktion bringt auch Fehringer Unternehmer zusammen und stärkt die Kooperationskultur.“

Das Haus kann sich jedenfalls sehen lassen und für viele Kinder und Jugendliche war die Aktion ein taugliches Mittel sich in unterschiedlichen Gewerken zu erproben, um am Ender der Schulzeit die richtige Lehrentscheidung zu treffen.


Die Region „FAIRing“ setzt aufs Handwerk

Fehring hat sich im Zuge der Gemeindestrukturreform als „Handwerksgemeinde“ positioniert. Nicht von ungefähr, wie Bürgermeister Johann Winkelmaier weiß, passiert die wirtschaftliche Hauptwertschöpfung doch im Handwerk. Und weil wirtschaftliches Handeln nicht an der Gemeindegrenze aufhört, wie Wirtschaftskammer-Regionalstellenleiter Thomas Heuberger weiß, hat Fehring ein Förderprojekt an Land gezogen, in dem es gemeinsam mit Unterlamm und Kapfenstein für die Gesamtregion Steirisches Vulkanland die Bedeutung des Handwerks heben und vertiefen will. Winkelmaier: „Das Vulkanland ist die Handwerksregion und wir wollen in diesem Stärkefeld ein Leuchtturm in dieser Region werden.“

Netzwerkbildung, Weiterbildung und die Inspiration der Schüler für das Handwerk sind zentrale Herausforderung des Projektes. Ziel ist es, die Region „FAIRing“ als Wirtschaftsstandort für innovatives Handwerk zu stärken. Dafür haben die Gemeinden 116.000 Euro zur Verfügung und ein Jahr Zeit. Kapfensteins Bürgermeister Ferdinand Gross begrüßt das Projekt nicht nur politisch, sondern auch aus seiner Sicht als gelernter Handwerker: „Wir steuern auf einen enormen Facharbeitermangel zu. Deshalb müssen wir zeigen, wie chancenreich das Erlernen eines Handwerks ist.“ Für Unterlamms Bürgermeister Robert Hammer ist die Netzwerkbildung ein zentraler Erfolgsfaktor. Dass die Gemeinden dem Handwerk maximale Aufmerksamkeit geben, begrüßt Hammer genauso wie die angestrebte Inspirationsarbeit in den Schulen.

Vizebürgermeister und Landtagsabgeordneter Franz Fartek sieht die Verantwortung der „Kleinregion“ rund um Fehring für die Gesamtregion: „Wir heben gemeinsam das Handwerk auf eine neue Ebene.“ Gemeinsam mit der Qualifizierungsagentur, ihr Sitz ist in Fehring, sollen mit den Schülern der drei Gemeinden innovative neue Konzepte entwickelt werden, um Jugendlichen die handwerkliche Berufsvielfalt vor Augen zu führen. Fartek: „Alleine in Fehring zählen wir fast 40 unterschiedliche Lehrberufe.“ Das Handwerk hat für Ihn rund um und in Fehring goldenen Boden.

Zum Projektstart gab es in der Fachschule Schloss Stein einen informativen Vortrag zum Thema „Social Selling“. Die Digitalexperten Lisa-Maria Kapper und Gerald Leitgeb zeigten Wege zur „Kundenakquise durch Social Media“ auf.

Erfahren Sie mehr im Vulkan-TV Beitrag: https://vulkantv.at/video/impuls-abend-social-selling-in-fehring/