Der Römerstein

8350 Fehring, Brunn Lageplan

1937 wurde bei Rodungsarbeiten auf dem „Königsberg“ in Brunn eine keltische Kultstätte entdeckt, und der Platz vom Grazer Joanneum sachgemäß untersucht. Das Heiligtum zeigte eine Mischung norischer und römischer Elemente. Die freigelegten Gebäude waren zum Teil keltische Blockbauten, zum Teil aber auch römische Ziegelbauten. Der Weihaltar und das Weihebild mit der Aufschrift „Jupiter Uxlemitanus“ (Name eines keltischen Wettergottes) waren aus Stein gehauen und die Opfergrube war mit Basaltstücken ausgelegt. Die Inschrift auf dem Altar besagt, dass ein römischer Feldherr namens Aurelius Celsinus den Altar in Erfüllung eines Gelübdes für seinen Sohn, der in Carnuntum als Soldat diente, weihen ließ.

Das Original des Römersteines ist im Schloß Eggenberg ausgestellt. Im Jahre 1979 wurde unmittelbar in der Nähe der Fundstelle ein Abguss des Votivsteines plaziert. Bei der Gestaltung des Gemeindewappens der ehemaligen Gemeinde Johnsdorf-Brunn wurde dem Römerstein ein entsprechender Ehrenplatz zuteil.