Guter Humus fürs Handwerk

Der Begriff „FAIRing“ meint den die drei Gemeinden Fehring, Kapfenstein und Unterlamm umfassenden Wirtschafts- und Lebensraum. Geht es nach Regionalwissenschaftler Christian Krotscheck, ist dieser Raum ein Nährboden fürs Handwerk und ein Entfaltungsraum für Mensch und Natur. Flächenvorrat für Gewerbe und Industrie, top Preisgefüge und mit der Grünen Lagune ein Impulszentrum mit exzellenter Verkehrsanbindung, das sieht Krotscheck als wesentliche Erfolgsfaktoren für die handwerkliche Ausrichtung der „Kleinregion“ im Steirischen Vulkanland. Auch als landwirtschaftliche Ressourcenquelle stehe der drei Gemeinden umfassende Raum im Vergleich außergewöhnlich gut da. Die Zahlen sprechen für „FAIRings“ Potenzial. „Plus 700 Jobs in den vergangenen 10 Jahren macht diesem Wirtschaftsraum nicht so schnell einer nach“, so Krotscheck. „Das sind 16 Prozent Steigerung“, legt er nach. 4.320 Arbeitsplätze gibt es in den drei Gemeinden. 30 Prozent davon in Handwerk und Produktion. Damit könne man mit Recht behaupten: „FAIRing hat im Steirischen Vulkanland die Kompetenz fürs Handwerk.“ Und: Er ortet einen enorme Produktionssouveränität, die den Standort krisensicher mache. Krotscheck hat im Rahmen eines Regionalentwicklungsprojekts das Standortprodukt, also die besonderen Merkmale bzw. die einzigartigen Verkaufsargumente des Raumes, definiert. Drei wesentliche Elemente würden das Standortprodukt FAIRing ausmachen: Mensch, Raum und Gemeinschaft! Der Faktor Mensch brilliere mit Flexibilität, Innovationskraft und der Nähe zu weiteren Facharbeitermärkten. Die „legendäre Vereins-, Kultur- und Kulinarikszene“ mache die kulturell-gemeinschaftliche Qualität der Region aus. Und schließlich sei der Natur- und Lebensraum guter Humus für die Potenzialentfaltung in Sachen Innovation und Ressourcenvielfalt.


Fehrings Bürgermeister Johann Winkelmaier ortet einen steigenden Stolz in der Bevölkerung. Die Erarbeitung des Standortproduktes sei daher der logische nächste Schritt, um den Wert des Lebens- und Wirtschaftsraumes sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Unterlamms Bürgermeister Robert Hammer erkennt die befruchtende interkommunale Zusammenarbeit als wesentlichen Mehrwert. LAbg. VzBgm. Franz Fartek ortet bereits erste Erfolge: „Die Nachfrage nach Standorten nimmt zu. Die Leistbarkeit, aber auch Verfügbarkeit von Flächen und starke Leitbetriebe sorgen für Aufwind.“

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