EU-Streuobst-Initiative mit gratis Hochstamm-Apfelbäumen

Nachdem bereits ein Drittel aller Streuobstbäume im Europaschutzgebiet von den Flächen
verschwunden sind und dies zu nachhaltigen Verschlechterungen in unseren
Naturkreisläufen und unserem Landschaftsbild führt, hat der Verein Lebende Erde im
Vulkanland mit Unterstützung durch Bund, Land Steiermark und dem Europäischen
Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums ein Angebot für diejenigen,
die sich zu einer Nachpflanzung im Freiland bereit erklären, erwirkt.

Streuobstpflanzung
Es werden Apfelbäume (alte Sorten) als Hochstammkultur mit Wurzel- und Stamm- bzw.
Wildschutz zur Verfügung gestellt. Es bleibt nur noch die Pflanzung als Selbstbehalt. Nach
Einlangen des Antrages (siehe Rückseite) erfolgen eine Begehung des Pflanzstandortes, ein
Informationsgespräch sowie eine Nachbegehung nach der Pflanzaktion mit Foto-
Dokumentation. Es gibt biologisch gezüchtete oder konventionelle Ware zur Auswahl
(Information bei der Begehung).
Es wird Pflanztermine im Herbst 2019, Frühjahr 2020 sowie Herbst 2020 geben. Insgesamt
stehen 2000 Bäume für die Gemeinden des Europaschutzgebietes = NATURA2000-
Gebietes zur Verfügung. Es erfolgt eine Reihung nach Eintreffen der Anmeldungen.
Ausgenommen sind Hof- oder Gartenflächen, wo Rasen gemäht wird.

Streuobstpflege
Eine weitere Aktion betrifft die Pflege alter Streuobstbäume für hilfsbedürftige Besitzer. Ältere
oder sonst beeinträchtigte Menschen sind oft nicht mehr in der Lage, ihre Bäume zu
schneiden. Die Bestände vermisteln gerne und sterben dann schnell ab. Um das zu
verhindern, gibt es in den nächsten 2 Jahren (bis Ende 2020) eine EU- und Land Steiermark
Ko-finanzierte Förderung des ökologischen Obstbaumschnittes für maximal 1000 Bäume.
Diese Förderung gilt ebenfalls nach Vorbegehung für ausgewählte Bäume. Der Baumschnitt
muss ebenfalls dokumentiert werden. Gefördert wird nur die Schnittmaßnahme und nicht das
Entfernen des Schnittgutes von der Fläche.

Wettbewerb
Im Herbst 2019 und 2020 wird je ein „Kronprinz des Vulkanlandes“ für die schönste
Streuobstwiese gekürt. Beurteilt werden neben dem Struktur- und Sortenreichtum auch der
ökologische Zustand sowie die Pflege der Streuobstwiese. Eine Teilnahme ist nur für
landwirtschaftlich genutzte Flächen möglich. Die Streuobstwiese wird von einer Fachjury
begutachtet und bewertet.

Foto: Hans Braxmeier/pixabay